1st Moscow Open

Semifinale

21-Punkte Match

Rasmus Nohr (19)
(Schwarz braucht 2)

1. 5-2:13/8 24/22

2. 5-1:Bar/24 13/8

Leonid Riskin (18)
(Weiß braucht 3)

3-3:2x(8/5)
      2x(6/3)*

Weiß am Wurf.

Cube action?!

K: Ist eine geworfene Doppel-Drei im ersten Wurf wirklich schon spielentscheidend? Das kann doch nicht sein?!

Schwarz hat mit dem Vorteil zweier zusätzlich gemachter Punkte im Board zwar ein gutes Doppel, aber ablehnen kann Weiß diesen Cube nicht. Das Rennen ist nahezu ausgeglichen und Weiß ist mit dem sicheren Anker auf dem 1er-Punkt vorerst vor weiteren Attacken gefeit.

Ein unkorrektes Pass kostet Schwarz ca. 2% seiner Matchgewinnchancen.

Korrekte Dopplungsentscheidung: Doppel - Take.

2.                                                doppelt auf 2

3. Pass                                       gewinnt 1 Punkt.

Rasmus Nohr (19)
(Schwarz braucht 2)

1.
2. 4-2:8/4* 6/4
3. doppelt auf 2
4. 1-1:2x(8/7) 2x(6/5)
5. 6-1: DMP - Schwarz muß 6-1 ziehen.

Leonid Riskin (19)
(Weiß braucht 2)

3-2:24/21 13/11
6-3:Bar/16
Take
6-2:24/16

K: Das Rennen steht ziemlich ausgeglichen und Schwarz hat die stärkere Offensiv-Struktur. Allerdings ist kein Stein von Weiß in der gegnerischen Stellung gefangen.

Schwarz muß sich bemühen, den Kontakt für sich zu nutzen, ohne ein großes Risiko einzugehen, durch den Kontakt Boden zu verlieren.

Geht Schwarz in die gegnerische Bar, so hat er das Außenfeld unter direkter Kontrolle, geht allerdings auch das Risiko ein, auf der Bar geschlagen zu werden und damit Boden im Rennen zu verlieren.

Außerdem will Schwarz die Bar nicht unbedingt machen, da er so die Kontrolle über einen wichtigen Teil des Boards, das Innenfeld von Weiß, verliert.

Der kleine Split gewährleistet volle Kontrolle mit geringem Risiko und bewahrt die gute Offensivsubstanz.

Ca. 1,5% mehr Partien als 24/18 7/6 gewinnt 24/23 13/7.

Klar bester Zug: 24/23 13/7.

5. 6-1:24/18 7/6 5-2:13/8 13/11
K: Nach dem Anslotten der Bar muß Schwarz sie auch machen. 24/18 ist korrekt
6. 6-2:24/18 6/4
7. 4-2:13/7
3-2:8/5 6/4
3-2: Weiß muß 3-2 ziehen.

K: Weiß muß darauf achten, daß er sein Außenfeld nicht strippt (=Punkte ohne Spielsteine blank legen).

Hat Weiß keine zusätzlichen Spielsteine mehr im Außenfeld, so hat er weniger Zeit, unliebsamen Sechsen auszuweichen, oder er muß mit 6-1 sofort eine Trefferchance lassen.

Weiß gewinnt mit dem aufmerksamen 6/3 5/3 fast 2% mehr Spiele als nach dem Strippen des Außenfelds mit 8/5 6/4.

Bester Zug: 5/3 6/3.

7.
8. 5-3:13/5
3-2:8/5 6/4
6-5: Weiß muß 6-5 ziehen.

K: Die schwierige Situation im Außenfeld macht das freiwillige Geben einer Trefferchance unter Auflösung eines Außenfeldpunktes (16/10 16/11) beinahe korrekt. Aber eben nur beinahe! Der 11er-Punkt muß auch aufgelöst werden und den kann man ohne Risiko auflösen. Deshalb ist 11/6 11/5 die bessere Alternative.

Bester Zug: 11/6 11/5.

8.
9.   5-2:13/8 5/3
10. 3-2:8/3
11. 5-1:7/2 4/3
12. 4-3:13/9 13/10
13. 3-1:10/7 3/2
14. 6-5:7/1 9/4
15. 6-2:7/1 4/2
16. 2-1:18/15
17. 5-2:18/11
18. 5-1:11/6 15/14
19. 6-3:14/5
20. 4-1:4/off 1/off
21. 3-3:6/off 2x(3/off)
22. 3-3:2x(6/off)
23. 6-6:3x(5/off) 4/off
6-5:16/10 16/11
6-1:10/3
5-1:11/5
4-2:6/2 5/3
6-5:11/5 11/6
4-1:5/1 2/1
5-5:2x(13/3)
5-4:8/3 8/4
5-4:5/off 4/off
5-2:5/off 6/4
3-2:3/off 4/2
3-3:4x(3/off)
5-1:6/off
5-4:6/1 4/off
6-4:4/off 2/off
K: Nach der Doppel-6 von Rasmus Nohr ging ein Raunen durch die Kiebitze und einer rief: "Leonid, du mußt jetzt einen Pasch werfen, sonst verlierst du das Spiel!" Und Leonid warf:
23. 5-5:3x(1/off)
gewinnt 2 Punkte und das Semifinale.

Endstand:

Rasmus Nohr (19)   -    Leonid Riskin (21)


So kam es am Sonntag zur Finalbegegnung zwischen Carsten Joh und Leonid Riskin.

Wie bei Turniergroßveranstaltungen mittlerweile gewohnt, fand das Match in einem separaten Raum statt und wurde in einen großen Zuschauersaal per Video übertragen. Die Bildqualität auf den zwei Leinwänden war so hervorragend, daß die Zuschauer in Moskau sogar die Zahlen auf den Würfeln erkennen konnten.

Links: X-22 (Paul Magriel), der auch ein Seminar in Moskau abhielt, kommentierte das Finale in seiner unnachahmlichen kompetenten und emotionsgeladenen Art.

Das dreieinhalb Stunden lange 23-Punkte Match war unterhaltsam und ließ an Spannung nichts zu wünschen!


Finale

23-Punkte Match

Spiel #26

Carsten Joh (20)
(Black needs 3)

1.  6-3:24/18 13/10
2.  4-3:Bar/21 13/10*

3.   6-4:Bar/21 24/18*
4.   6-3:13/7 10/7
5.   5-2:Bar/18*
6.   4-3:Bar/18*
7.   4-3:18/11

Leonid Riskin (19)
(White needs 4)

5-4: 24/15*
1-1: Bar/24 8/7*
       2x(6/5)
4-3: Bar/21 24/21
4-2: 13/7*
2-2: Bar/23 13/7*
4-2: Bar/23 24/20

K: Gleichwertig, jedoch aktiver (weil dieser Zug um den 5er-Punkt kämpft) ist 18/14 8/5*
7.
8.   6-5:13/7 13/8
9.   5-3:8/3 6/3
10. 3-2:8/5 7/5
11. 4-1:11/7 6/5
4-4: 20/16 3x(13/9)
4-4: 16/8 9/5 6/2
6-2: 23/15
3-2: 15/12 23/21
5-3: 21/16 5/2
K: Weiß sollte lieber auf das Machen des 2er-Punktes verzichten. Zu teuer sind die Treffer auf dem 12er-Punkt. 12/9 ist aufmerksamer.
12. 6-2:21/13* 6-2: Bar/23 16/10

Schwarz am Wurf.

Cube action?!

K: Schwarz droht mit der Flucht seines letzten Steines bei einem Vorsprung von 25 Pips im Rennen. Falls es Schwarz nicht gelingt, einen der 16 Flucht-Würfe zu werfen, so wird es für Weiß nicht einfach sein, den Stein von Schwarz zu halten und gleichzeitig die Prime zu überspringen.

Weiß hat in dieser Stellung trotz hoher Cube Power auf ein angebotenes Doppel bereits ein knappes Pass. Deshalb muß Schwarz jetzt doppeln.

13.  6-1:21/15* 15/14              6-2: Bar/23 9/3

K: Erneut! Schwarz sollte zum Cube greifen!

14.  1-1:14/11 13/12               4-1: 8/3

K: Nun ist es zu spät. Schwarz kann auf ein angebotenes Doppel kein Take mehr von Weiß erwarten.

15.    doppelt auf 2                 Pass

gewinnt 1 Punkt.

Spiel #27

Carsten Joh (21)
(Black needs 2)

1.
2.    4-1:24/20* 24/23
3.    5-2:Bar/20* 13/11
4.    5-3:Bar/22 23/18*
5.    6-1:Bar/18*
6.    2-1:Bar/24 13/11
7.    6-3: dancing
8.    6-4:Bar/15
9.    5-2:15/8
10.  3-3:2x(11/5)
11.  4-1:13/8
12.  6-6:4x(8/2)

Leonid Riskin (19)
(White needs 4)

2-1: 13/11 6/5
6-2: Bar/23 11/5*
1-1: Bar/24 8/7  2x(6/5)*
6-1: Bar/24 13/7*
2-2: Bar/23 13/7*
5-5: 2x(23/18) 2x(8/3)*
6-2: 13/7 24/22
6-4: 24/18 13/9
5-2: 18/13 24/22
6-1: 13/6
4-3: 9/5 24/21

Weiß am Wurf.

Cube action?!

K: Die 6-6 brachte den positionellen Kollaps der Stellung für Schwarz. Auch falls Weiß das Blot auf dem 8er-Punkt nicht trifft, so hat Weiß trotzdem große Zugprobleme.

Im Spiel um Geld wäre die Entscheidung für Schwarz nach einer angebotenen Dopplung von Weiß knapp. Beim aktuellen Matchstand allerdings kann Schwarz nicht mehr annehmen, da er kein Redoppel hat, seine Gammongewinne wertlos sind und die Gammongewinne von Weiß das Match gewinnen.

Korrekte Dopplungsentscheidung: Doppel - Pass.

 

12.                     doppelt auf 2

13. Pass            gewinnt 1 Punkt.


Endstand:

Carsten Joh (23)   -     Leonid Riskin (22)


Die Ergebnisse der 1. Moskau Open in Kürze:

Masters (49+6 Reentries)

Main:                 1. Carsten Joh (Germany)         2. Leonid Riskin (Germany/Ukraine), 3. Rasmus Nohr (Denmark), 3. Mario Sequeira (Portugal)
Consolation:      1. Dirk Schiemann (Germany)   2. Ronald Reinhardt (Germany), 3. Muradyan (Armenia), 3. Emzar Laitadze (Georgia)
Last Chance:     1. Harald Johanni (Germany)    2. Johannes Levermann (Germany)

Champions (16)

Main:                 1. Kalantaryan   2. Maibritt
Consolation:      1. Karagezyan   2. Kotov
Last Chance:     1. Luisa Sequeira (Portugal)

Intermediates (28)

Main:                 1. Gugulaschwili   2. Andreanov
Consolation:      1. Melia   2. Buchtyarov
Last Chance:     1. Ingeborg Wais (Austria)  2. Geuschev

Team Championship (10x3)

1. Jerevan (Muradyan,... /Armenia)
2. Fishcake (Emil Mortuk, Carsten Joh, Markus Michel/ USA/Germany)

Warm Up:

1. Petri Pietilä (Finland)
2. Kikalashvili (Georgia)

Sponsor Tournament:

1. X-22 / Paul Magriel (France / USA)

Doubles Tournament

1. Matthias Körner / Ronald Reinhardt (Germany)
2. Dirk Schiemann / Johannes Levermann (Germany)


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Erstellt: akspiele OHG   Copyright by Harald Johanni, Nürnberg
Zuletzt geändert am: 08. Feb. 2000